Papierflieger

Senkrechtstarter

Geschichte

Den Auftakt des Studienpatenschaftsprogramms Senkrechtstarter bildete eine Pilotphase im Mai 2011, an der 25 Schüler/innen aus drei Hamburger Gymnasien teilnahmen. Der allgemeine Start des Programms fand schließlich im Oktober 2011 statt. Zu Beginn konzentrierten sich die Aktivitäten von Senkrechtstarter auf Nordrhein-Westfalen (Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln), Frankfurt/Main und Berlin.

In den Jahren 2012 und 2013 hat das Studienpatenschaftsprogramm dank des großen Einsatzes der Stipendiat/innen und jungen Altstipendiat/innen der Konrad-Adenauer-Stiftung stetig an Fahrt gewonnen. Mehr als 600 von ihnen zeigten Interesse an einer Patenschaft und/oder einem Engagement in den regionalen Senkrechtstarter-Hochschulgruppen. An zahlreichen Hochschulorten fanden Kick-Off-Veranstaltungen zur Gründung lokaler Senkrechtstarter-Gruppen statt. Darunter waren zum Beispiel Bochum, Dresden, Göttingen, Halle, Hamburg, Heidelberg, Jena, Karlsruhe, Leipzig, München, Münster, Saarbrücken und Stuttgart. Innerhalb kürzester Zeit war Senkrechtstarter in 14 der 16 Bundesländer vertreten. Im Dezember 2012 fand die erste große Senkrechtstarter-Kennlernveranstaltung mit 16 Schulen aus dem Rhein-Kreis Neuss statt. Im Rahmen eines „Speed Matchings“ entstanden 40 Patenschaften zwischen Abiturient/innen und unseren Studienpat/innen. Seitdem findet diese Veranstaltung jährlich mit großem Erfolg statt – und auch andere Hochschulgruppen haben dieses Veranstaltungsformat erfolgreich übernommen. Nach den ersten zwei Jahren engagierten sich fast 300 Stipendiaten/innen aktiv in einer der damals 23 Senkrechtstarter-Hochschulgruppen. Im gleichen Zeitraum gingen mehr als 350 Schüler/innen eine Patenschaft ein.

Bereits Anfang 2014 haben sich mehr als 800 Stipendiat/innen und Altstipendiat/innen bei Senkrechtstarter engagiert. Neben der Initiierung weiterer Senkrechtstarter-Hochschulgruppen und unzähliger neuer Patenschaften zeichnete sich das Jahr 2014 für das Programm vor allem durch die Aufnahme von größeren Kooperationen mit anderen Organisationen, Initiativen und Vereinen aus. So kooperiert Senkrechtstarter seit 2014 mit ArbeiterKind.de. Im gleichen Jahr wurde auch eine Kooperation mit dem Migrantenförderunterricht des Quirinus-Gymnasiums Neuss initiiert. Jedes Jahr am ersten Freitag im Dezember findet im Rahmen dieser Zusammenarbeit die große Senkrechtstarter-Kennlernveranstaltung am Quirinus-Gymnasium mit über 15 Schulen und Berufsbildungszentren statt. Für beide Seiten ist diese Veranstaltung immer wieder ein voller Erfolg.

Im Jahr 2015 bildete die Vernetzung der einzelnen Senkrechtstarter-Hochschulgruppen und der bei Senkrechtstarter engagierten Stipendiat/innen und Altstipendiat/innen einen wichtigen Tätigkeitsschwerpunkt. Im Dezember 2015 fand zu diesem Zweck eine große Vernetzungsveranstaltung statt. Mit dem Ziel, den bundesweiten Austausch unter den Senkrechtstarter-Hochschulgruppen zu fördern, wurden und werden auch regelmäßig Workshops durchgeführt. Im gleichen Jahr wurde auch der Posten des Sprecherkoordinators ins Leben gerufen. Durch dieses Amt soll die Zusammenarbeit der einzelnen Hochschulgruppen noch weiter gefördert werden: Er unterstützt regionale Projekte und Veranstaltungen und koordiniert den Kontakt zwischen den einzelnen Hochschulgruppen. Gleichzeitig gilt der Sprecherkoordinator als Ansprechperson bei überregionalen Anliegen und als Verbindung zwischen der Senkrechtstarter-Leitung und den Hochschulgruppen.

Auch 2016 und 2017 beschäftig(t)en uns diese Projekte und Ideen weiter. Auch jetzt noch gründen sich weitere Senkrechtstarter-Hochschulgruppen. Vor Kurzem sind zum Beispiel Tübingen und Passau dazugekommen. Mittlerweile ist Senkrechtstarter in allen Bundesländern vertreten. Nordrhein-Westfalen bildet dabei wie auch zu Beginn einen regionalen Schwerpunkt. Weiterhin führen wir regelmäßig Seminare und Workshops für Stipendiat/innen und Altstipendiat/innen sowie große Kennlernveranstaltungen an Schulen durch, so wie unter anderem in Neuss (02. Dezember 2016) und in Bergheim (20. Januar 2017). Dadurch entstehen jedes Mal aufs Neue viele Patenschaften – und damit Gelegenheiten für Stipendiat/innen und Schüler/innen, sich auszutauschen und offen und ehrlich über Unsicherheiten, offene Fragen und Befürchtungen sowie über Studienwünsche und –hoffnungen zu sprechen.