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FH, Duale Hochschule oder Uni? So behältst Du den Überblick bei der Hochschulwahl

Du weißt, was Du studieren willst, aber nicht wo? In Deutschland gibt es aktuell 423 Hochschulen – da kann man schnell den Überblick verlieren. Der größte Unterschied zwischen ihnen liegt darin, wer sie betreibt. Die meisten Unis und Hochschule gehören zum Staat, manche werden von der katholischen und evangelischen Kirche betrieben und wieder andere sind in privater Hand.

Bei der Wahl Deiner Hochschule musst du besonders beachten, dass sie staatlich anerkannt ist. Sonst läufst du bei privaten Hochschulen Gefahr, dass dein Abschluss nicht anerkannt wird. Bei staatlichen Hochschulen und Universitäten ist das kein Problem.

 

Die Universität

Wenn Du für Dein Studium an eine Universität gehst, erwartet Dich vermutlich viel Theorie. Klar, es gibt auch hier Praxisprojekte. Die Professor/-innen kommen aber aus der Wissenschaft und auf der Schwerpunkt liegt auf der Forschung . Die Lerngruppen sind größer und Du kannst hier, wenn Du willst, den ganzen Weg bis zum Doktorat machen.

Unis bieten alle möglichen Disziplinen von Medizin, über Naturwissenschaften bis hin zu Sozialwissenschaften oder Theologie. Außerdem werden hier Lehrer/-innen ausgebildet.

Voraussetzung für das Studium an der Uni ist, dass Du das vollwertige Abitur hast.

Achtung: Nicht jede Universität heißt auch so. Zum Beispiel ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der größten Universitäten für Ingenieur/-innen.

 

Die Hochschule

Einige Hochschulen befinden sich irgendwo an der Schnittstelle zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Die einzigen wesentlichen Unterschiede sind, dass man hier nicht promovieren darf und sie meist kleiner als Unis sind. An pädagogischen, kirchlichen und theologischen Hochschulen wird aber sonst grundsätzlich dasselbe gemacht wie an Unis.

Meist, wenn man von Hochschulen spricht, sind aber Fachhochschulen (FH) beziehungsweise Hochschulen für angewandte Wissenschaft gemeint. Die sind praxisorientierter und weniger wissenschaftlich-theoretisch. Die Professor/-innen haben ebenfalls einen Doktortitel, haben aber auch einige Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet. Häufig sind hier in das Studium Praxisphasen und Projekte in kleinen Gruppen eingebaut. Um hier zu studieren, brauchst du nicht unbedingt das Abitur. Oft reicht eine Fachhochschulreife oder eine Berufsausbildung.

Hochschulen können auch privat geführt sein und damit hohe Studiengebühren kosten. Oft bieten sie zur Finanzierung eigene Stipendien an. Mehr Infos dazu findest du hier. Bei staatlichen und kirchlichen Hochschulen kostet zumindest das erste Studium nichts.

 

Die Duale Hochschule

In Baden-Württemberg, Thüringen und Schleswig-Holstein gibt es zusätzlich noch Duale Hochschulen (DH). An ihnen studiert man drei Jahre in einem festen Programm aus praktischen Phasen in einem Unternehmen und theoretischen Phasen an der Hochschule. Der Vorteil von dualen Studiengängen ist, dass du durch das Unternehmen Geld verdienst und praktische Erfahrungen bekommst. Gleichzeitig hast du am Ende des Studiums einen Abschluss und kannst oft direkt in das Unternehmen einsteigen.

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