Papierflieger

Lerntechniken für Schule und Studium: So lernst du erfolgreich!

Active Recall und Spaced Repetition

 

Die Überschrift verrät schon die Antworten auf unsere Fragen. Am besten lernen kann man mit einer Kombination aus „Active Recall“ (Deutsch: aktives Erinnern) und Spaced Repetition (Deutsch: Wiederholung mit Abstand). Studien haben nämlich gezeigt, dass es viel effektiver ist, wenn man sich während des Lernens immer wieder selbst testet und sich Fragen stellt, als wenn man sich nur Zusammenfassungen schreibt und diese danach mehrmals durchliest.

 

Diese Strategie ist natürlich auch herausfordernder für unser Gehirn. Wir müssen uns aktiv anstrengen, die Informationen zu behalten und wiederzugeben.

 

Active Recall-Strategien

 

Fragen stellen: Bei dieser Strategie stellt man sich nach jedem gelesenen Absatz oder Vorlesungsfolie eine Frage zu dem Abschnitt und muss sie in eigenen Worten beantworten. Man schreibt sich nichts dazu auf, sondern notiert nur die Frage in einer Fragensammlung.

 

Geschlossenes Buch: Diese Strategie ist ein Hybrid aus Zusammenfassung und der Fragen-stellen-Strategie, da es leider gegen die eigene Intuition geht, nichts zu dem Gelernten aufzuschreiben. Nachdem man ein Kapitel gelesen hat oder ein paar Vorlesungsfolien durchgegangen ist, stellt man sich eine Frage und schreibt aus dem Kopf auf, was man noch dazu weiß. Danach kann man nochmal nachschauen, was man vergessen hat und es dazu schreiben.

 

So weit, so gut. Wir wissen jetzt also, dass wir uns aktiv Fragen zum Lernstoff stellen sollten – aber wie oft sollten wir das tun?

 

Spaced Repetition

Die Antwort auf diese Frage liegt in der „Vergessenskurve“. Mit der Zeit vergessen wir den Stoff, den wir gelernt haben, exponentiell. Um dem entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, den Stoff öfter zu wiederholen, um immer wieder auf 100% zu kommen:

Wie man aus der Vergessenskurve entnehmen kann, ist es am besten, wenn man die Abstände zwischen den Wiederholungen verdoppelt. Das heißt, man lernt etwas zum ersten Mal, wiederholt es dann nach einem Tag, nach 3 Tagen, nach 6 Tagen und so weiter.

 

Die Mischung aus Active Recall und Spaced Repetition macht’s!

Am besten funktioniert es tatsächlich, wenn man die beiden Lerntechniken kombiniert. Denn, indem man sich aktiv Fragen stellt und das Wissen abrufen muss, behält man mehr. Und indem man dieses Wissen in regelmäßigen Abständen wiederholt, wandert es ins Langzeitgedächtnis.

 

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