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Tipps für die WG-Suche: So findest Du Deine neue Familie

Tipps für die WG-Suche: So findest Du Deine neue Familie

WG-Küche
Eine klassische WG-Küche

Endlich studieren! Endlich raus aus dem Elternhaus und ab in eine neue Stadt! Das dürften sich viele von Euch gedacht haben, nachdem das Abizeugnis auf Eurem Schreibtisch lag und die ersten Zukunftspläne geschmiedet wurden. Aber schnell wird aus dem Traum harte Realität und Ihr steht vor einer großen Herausforderung: der Wohnungssuche.

Wohnheim, private WG oder eigene Wohnung?

Zuerst musst Du Dich entscheiden, wie Du denn in Zukunft wohnen willst. Für Studierende sind drei Wohnformen bezahlbar. Erste Wahl für viele: ein staatlich gefördertes Studierenden-Wohnheim. In Wohnheimen gibt es meistens unterschiedliche Wohnformen wie WGs oder kleine Ein-Zimmer-Wohnungen. Oft gehören sie den Studierendenwerken und die Mieten sind niedriger als in privaten WGs, weil sie staatlich gefördert werden und keinen Profit machen müssen. In Wohnheimen lernst Du schnell andere Studierende kennen und kannst in der neuen Stadt leicht Fuß fassen. Andererseits sind viele Wohnheime sehr zweckmäßig. Du kannst Dir Deine Mitbewohner/-innen nicht aussuchen und es gibt viele Wechsel, sodass Du vielleicht jedes halbe Jahr neue Mitbewohner/-innen hast. Leider sind die Wartelisten oft lang und Du brauchst ein wenig Glück, um überhaupt einen Platz zu bekommen.

Eine Alternative ist eine eigene kleine Ein-Zimmer-Wohnung. Das ist die teuerste Alternative, aber auch eine, die Dir die meiste Privatsphäre und Freiheit gibt. In dem Fall solltest Du Dich auf Immobilien-Websites nach kleinen Wohnungen umschauen.

Am populärsten sind klassische Wohngemeinschaften: die WG. Hier kannst Du schnell neue Leute kennenlernen und Dir Deine „neue Familie“ quasi selbst aussuchen. Wohngemeinschaften gibt es in allen Größen, von zwei bis fünfzehn Bewohner/-innen, mit oder ohne Wohnzimmer, unterschiedlich vielen Badezimmern und so weiter. Die Entscheidung wird nicht leicht - eine Zusage zu bekommen in der Regel aber auch nicht.

So bekommst du ein WG-Zimmer

Angebote für WG-Zimmer findest Du am besten in den sozialen Netzwerken, durch Nachfragen in Deinem Bekanntenkreis und auf Online-Portalen, wie „WG-gesucht“. Falls Du schon Leute aus der Stadt kennst, frage am besten nach, ob sie wissen, wo gerade etwas frei wurde. Wenn Du ein paar Favoriten hast, formuliere individuelle und kreative Anschreiben. Du solltest darin darauf eingehen, warum Du in die jeweilige WG willst, was Deine Hobbies und Interessen sind, wie Du Dir das perfekte WG-Leben vorstellst und was Dich zu einem/-r guten Mitbewohner/-in macht. Copy-Paste-Texte fliegen auf. Also nimm Dir Zeit und gib Dir Mühe für jedes Anschreiben.

Mit etwas Glück sitzt Du dann bald wahlweise auf der WG-Couch oder am Küchentisch für ein WG-Casting. Dort solltest Du versuchen gute Laune und Offenheit mitzubringen, dich aber nicht zu verstellen. Es klingt banal, aber: Sei einfach Du selbst. Denn Ehrlichkeit ist wichtig, um sich gegenseitig gut einschätzen zu können. Mit diesen Menschen wirst Du vielleicht bald zusammenleben – da bringt es nichts, ihnen für das Casting etwas vorzuspielen. Stelle viele Fragen und zeige Interesse. Wie sehen WG-Abende aus? Welche Regeln gibt es? Welche Hobbies haben die anderen? So findest Du schnell Gesprächsthemen und Gemeinsamkeiten, die am Ende den Ausschlag geben können. Erzähle ehrlich von Dir, damit Deine möglichen Mitbewohner/-innen Dich gut kennenlernen können und Du ihnen im Gedächtnis bleibst.

Und schon wird die ersehnte Zusage bald in Deinem Postfach landen. Und wenn nicht: Mach Dir keinen Kopf und bleib optimistisch, denn jede/-r hat bisher die perfekte WG irgendwann gefunden.

 

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