Papierflieger

Überzeugend Präsentieren

Überzeugend Präsentieren

In der Steinzeit wusste man: Wenn eine Person ganz allein vor einer großen Truppe steht, bedeutet das Gefahr. Unser Körper bereitet sich also darauf vor, uns körperlich so schnell es geht aus dieser Situation zu retten. Für uns sieht das aber ganz schlimm aus. Wir kommen ins Schwitzen, atmen flach, es zeigen sich Stressflecken, die Stimme klettert immer höher, etc.

Wir können bei diesen Symptomen ansetzen, indem wir die Stellen, wo sich beispielsweise die Flecken zeigen, mit Kleidung bedecken, etwa durch ein hoch geschlossenes Oberteil. Oder wir achten darauf, Kleidung zu wählen, in der man den Schweiß nicht so gut sieht.

Viel nachhaltiger ist es allerdings, an den Ursachen für Lampenfieber zu arbeiten und dem Körper zu signalisieren: „Hey, Du brauchst keine Angst zu haben!“

 

Tipp 1: Den Körper entspannen

Vor einer Redesituation kannst Du ganz einfach den gesamten Körper mit der flachen Hand und im Brustbereich mit Deinen Fäusten abklopfen. Es tut ebenso gut, bewusst Spannung auf- und dann wieder abzubauen. Das geht unbemerkt im Raum vor dem Vortrag. Starte mit den Zehen, über die Beine, die Pobacken, den Bauch, die Arme bis hin zu den Händen. Einmal alle Spannung halten und dann loslassen. Dies kannst du ein paar Mal wiederholen.

 

Tipp 2: Atem beruhigen

Meist vergessen wir in stressigen Situationen auszuatmen und kommen so in eine Schnapp- oder Stapelatmung. Konzentriere Dich darauf, auszuatmen – vor und während der Rede. Du kannst dich daran erinnern, indem Du das auf Deine Karteikarte draufschreibst. Besonders hilfreich ist das Ausatmen auf den Buchstaben „f“. Verschwinde also vorher auf Toilette oder nach draußen, atme tief ein und dann ganz lang auf f aus.

 

Tipp 3: Im Applaus baden

Nach der Rede ist vor der Rede. Unser Fluchtinstinkt bringt uns oft dazu, nach der Rede schnellstmöglich die Bühne zu verlassen. Dabei ist es so wichtig, den Applaus zu genießen und sich diesen Moment einzuprägen. Denn je intensiver Du Dir dieses Gefühl des Erfolgs abspeicherst, desto mehr erinnert sich Dein Körper vor dem nächsten Mal daran, dass es gar nicht so schlimm war. Also: Bade in Deinem wohlverdienten Applaus!

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